Freitag , 19 Januar 2018
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111 Orte in Grasse die man gesehen haben muss N° 14

Die neue Nase in Grasse

Parfümeure gibt es in Grasse wie nirgendwo andersauf der Welt

In der schmalen Rue L’Oratoire in Grasse findet man hinter alten Mauern und mittelalterlichen Fassaden eine besondere „Nase“:
                                                                                      Parfumeur  Didier Gaglewski

Das klingt vielleicht kurios, aber als „Nase“ bezeichnet man in Grasse einen Parfümeur. Das ist ein Dufterfinder, der lange Jahre seine Nase schulen muss, um mindestens tausend Düfte unterscheiden zu können. Bei der Aufnahmeprüfung an einer Parfümeur Schule wird sehr genau geprüft, ob der neue Lehrling neben chemischer oder anderer naturwissenschaftlicher Vorbildung vielleicht eine „Teilanosmie“ hat. So nennt man eine partiell auftretende fehlende Wahrnehmung bestimmter Gerüche. Also, wer zum Beispiel kein Vetiver oder keine Wasserminze riechen kann, der wird auch kein Parfümeur!

Ein  Duftgenie . Bei Didier Gaglewski war das so: Eine Krebserkrankung ließ ihn im nördlichen Frankreich seinen Beruf in der Wirtschaft nicht mehr fortsetzen. Er wusste um seinen aussergewöhnlichen Geruchssinn, hatte also den „richtigen Riecher“ und kam in die Parfümhauptstadt Grasse um Parfümeur zu werden. Hier lernte er, wie man mehrere Duftstoffe zu Akkorden oder „Duftdreiklängen“ zusammenfügt, um neue Düfte zu schaffen. Didier Gaglewski nimmt sich die Freiheit  einfach mal anders, ohne sich dem Zwang der Duftindustrie zu beugen und ohne Hilfe namhafter Konzerne. Seine Parfums werden in Grasse produziert, die Pflanzen wie Lavendel, Mimose, Veilchen, Osterglocken, Geranien, Jasmin und Rosen wachsen auf den Blumenfeldern von Madame Cavalier. Nach einer alten Herstellungsmethode der „enfleurage à froid “ werden die Blumen extrahiert. Nur Bio Alkohol wird in seinen Essenzen verwendet und schliesslich zu einem kostbaren Parfum. Wunderschön verpackt mit aussergewöhnlichen schönen Namen steht die bunte Duftpalette aufgereiht in seinem kleinen Lädchen in der Rue L’Oratoire. Es ist egal ob Männer oder Frauen seine Düfte tragen. Wichtig ist dem Parfümeur, dass er mit seinen Kunden ins Gespräch kommt, das macht er gerne auch in deutscher Sprache! Wann immer er einen Duft auf kleine Seidenstreifen sprüht- man geht mit Parfümeur Didier Gaglewski automatisch auf eine polysensorische Reise.

Mann ist , wie Mann riecht….
Parfumeur_Ute Gerhards_Invitart
Gerüche spielen im Zwischenmenschlichen eine große Rolle.“Ich kann ihn nicht riechen“ kommt ja nicht von ungefähr! Hier kann unser Parfumeur Didier mit einer aussergewöhnlichen Duftkomposition für Abhilfe sorgen: Cambouis ein Männerduft, verpackt in einem Ölkännchen als Flakon mit Zerstäuber. Das klingt nicht nur provokativ, sondern das ist auch so! Cambuis heisst nichts anderes als „Schmieröl“ und unterstreicht pure Männlichkeit! Nein, es riecht nicht nach ‚Ölwechsel‘ sondern in seiner Komposition riecht man einen Hauch von Birkenessenz, etwas Wacholderöl, Zedernholz, Sandelholz und Basilikum. Diese Hommage an die ‚Männlichkeit‘ weckt die Fantasie an schmelzendem Asphalt in sommerlicher Glut…Bon, nach dem Aufsprühen von Cambuis bleibt jedenfalls eine Duftwolke zurück , die Frauenherzen höher schlagen lässt! Eine tolle Dufterfindung. Und seid ihr jetzt neugierig auf ‚Le nouveau nez‘ in Grasse, was ?

Parfumeur  Didier Gaglewski 12 rue de l’Oratoire 06130 GRASSE Tel. 0033(0)6 82 66 01 22

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