Traumhaus in der Provence anschauen

111 Orte in Grasse die man gesehen haben muss N° 11

Die Kathedrale in Grasse en Provence

Ein Besuch bei der alten Dame

Man kann sie einfach nicht übersehen, die Cathédrale Notre-Dame du Puy in Grasse! In weissem Sandstein erstrahlt sie im Sonnenlicht der Provence schon in der Ferne. Vor allem sollte man es sich nicht nehmen lassen, ihre inneren Schätze zu bewundern: Gemälde von Rubens und Fragonard! Am besten man besucht sie während einer provenzalischen Sonntagsmesse um 10h…

Die alte Kirche hat im Laufe der Jahrhunderte schone viele Besucher empfangen. Nicht immer war sie eine Kathedrale. Im Jahr 1244 wurde sie vom Bischof von Antibes zum Bischofssitz ernannt, vorher war sie eine ganz normale Pfarrkirche. Auf dem „Le Puy „(dem Podium), der höchsten Erhebung von Grasse, bildeten sich nach und nach das Bischofsgebäude, in dem heute das Rathaus untergebracht ist. Die Stadt Grasse siedelte sich um die Kathedrale herum an und wurde durch Stadtmauern geschützt.

Grasse_Cathedrale_Invitart_Kreuzgewoelbe

Die Hauptfassade der Cathédrale Notre-Dame du Puy ist aus weissem Kalkstein erbaut. Ihren lombardischen Einfluß kann man gut erkennen. Als ehemalige Wehrkirche weist die Kathedrale nur wenige Fensteröffnungen auf. Der heutige Haupteingang mit seinen drei Treppenaufgängen, die schwere Nussbaumtür, die sogar die französische Revolution 1795 ohne Brandmale überlebte, die kleinen Fenster, die den seitlichen Kirchenschiffen Licht schenken, Bögen und einfache Säulen mit klaren Linien – das alles ziert ihre schlichte Eleganz. Man sieht noch die Kanoneneinschläge nach einer Bombardierung von 1589, als die katholische Liga einmal Grasse belagerte. Wenn man in die Kirche eintritt, so ist man zuerst von ihre Dunkelheit überrascht. Der Innenraum ist gut 55m lang und 19m breit. Das lombardische Kreuzrippengewölbe ist sehr beeindruckend und lässt lange nach oben schauen! Schön sind auch die Engel im Stuck verziert und mit reichlich Dekor aus dem 18. Jahrhundert. Die drei Kirchenschiffe sind von massiven Säulen getrennt, die Wände sind über 2m dick. Während der französischen Revolution brannte es in der Kathedrale, was man heute noch an den geplatzten Pfeilern sieht. Seit der Revolution ist Grasse kein Bischofssitz mehr, die geistlichen Herren zogen die Küste der Bergstadt vor.

Unter den Schätzen der Kirche befinden sich Bilder von Honoré Fragonard und Rubens. Zum Schmuck der Kirche gehört auch die 1855 von einem Toulouser gestiftete Orgel.

Das Quartier um die Kathedrale ist mit seinen Bauten und Plätzen das Herzstück von Grasse. Jeder sollte sich Zeit und Muße zum Verweilen nehmen um die mittelalterlichen Bauwerke mit idyllischen Plätzen und Hinterhöfen auf sich wirken zu lassen!

Öffnungszeiten der Kathedrale: 9.30h-11.30h und 15h-16.30h
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