Freitag , 20 Oktober 2017
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Crêpes – so französisch!

Crêpes – typisch französisch!

Eine französische Crêpes Tradition setzt sich durch

Die ersten Crêpes des Jahres werden in Frankreich traditionell am 2.Februar gebacken!Bei dem französischen Gaumenschmaus wird besonders viel Crêpes Teig gemacht, gebraten und geschlemmert , mit Freunden und in der Familie. Goldgelb und rund müssen sie sein! Aber warum eigentlich?

Die Sache mit dem Licht

Die Weihnachtsbäume sind jetzt hoffentlich überall verschwunden und auch die Krippen mit den Santons kommen zurück in die Schachteln – bis zum nächsten Weihnachtsfest. Vierzig Tage sind jetzt seit dem 25. Dezember vergangen , der Winter ist vorbei und endlich kommt Licht ins Haus!
Am 2. Februar ist nach biblischer Tradition Mariä Lichtmess und man nimmt Jesu Geburt als Festanlass, weil das mosaische Gesetz vorschrieb, ein neugeborenes Kind innerhalb einer bestimmten Frist in den Tempel zu bringen. Bei der Berechnung des Tages nahm man im Mittelalter unterschiedliche Ausgangspunkte: Wo Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wurde, ergaben die 40 Tage, nach denen Jesus im Tempel dargestellt worden sein soll, den 2. Februar. War aber der 6.Januar Ausgangspunkt, kam man auf den 14. Februar. Letzteres war in Gallien der Fall. Es wird vermutet, dass nach der Verlegung des Weihnachtsfestes auf den 25. Dezember und der Abwanderung von Lichtmess auf den 2. Februar, der alte Festtermin, der 14. Februar, neu gefüllt wurde und so der Valentinstag oder „Vielliebchentag“ zustande kam. An Mariä Lichtmess spielt die Lichtsymbolik eine große Rolle und Kerzen werden am 2. Februar für das ganze Jahr geweiht.

Die Sache mit den Crêpes

Doch was hat das Licht der Welt mit einem „Eierkuchen“ – Crêpes zu tun? Früher wurden die Teigreste aus der Weihnachtszeit benutzt und daraus Crêpes hergestellt. Rund und gelb mussten sie sein, wie die Sonne! Natürlich, ein Eierkuchen als Lichtzeichen! Mit den Crêpes wird also der Winter vertrieben und das Licht muss über die Finsternis siegen. Und wer es schlau anstellt, der kann beim Crêpes machen sogar reich werden: Denn wer ein Geldstück in der linken Hand hält, während er seine Crêpes in der Pfanne erfolgreich mit Looping schwenkt und mit der Pfanne wieder auffängt, dem geht das ganze Jahr über das Geld nicht aus.

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…Encore un nouveau chapeau ?…

Und hier ist mein Crêpes – Rezept:

Zutaten für hauchdünne Crêpes : 250g Mehl,  300ml Milch , 5 Eier 1 Prise Salz , 100g geschmolzene Butter, etwas geriebene Orangen- oder Zitronenschale, 50 g Zucker (wer mag)
1 Esslöffel  Orangenblüten- oder Rosenwasser , Butter für die Pfanne

Zubereitung:
In einer Schüssel Mehl und Salz mischen. Eier und Zitrusschalen zufügen. Milch, Butter und Orangenblütenwasser untermischen und langsam verrühren damit keine Klümpchen entstehen.
Im Kühlschrank mindestens 30 min ruhen lassen. Sollte der Teig zu zähflüssig sein, kann man ihn mit Milch verflüssigen. Etwas Butter in einer schweren Pfanne zerlassen und mit einer kleinen Kelle Teig in die Pfanne giessen und die Crêpes von beiden Seiten Goldbraun backen! Ein echter Gaumenschmaus wird ein Crêpes mit Orangenkonfitüre!

Beim Looping das Geldstück in der linken Hand nicht vergessen!

Bon appétit!

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