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Jakobsmuscheln auf französische Art

Jakobsmuscheln

oder Coquille Saint Jacques aus der französischen Küche

Jakobsmuscheln  „Comme la mer“…

Sie sind und bleiben ein kulinarisches Abbild ihrer Umgebung und ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Bald beginnt die Zeit der Jakobsmuschel und fast alle Gourmets lieben die Kammmuschel, ob karamellisiert oder mit Käse gratiniert. Zu einem perfekten Gericht bringt man sich aus dem Frankreichurlaub am besten schöne Muschelschalen mit: Sie sind nicht nur dekorativ sondern auch ofenfest! Kürzlich habe ich einen Schuhkarton mit St.Jacques Muschelschalen auf dem Brocante gefunden mit einem köstlichen Rezept von Madame Poirot gleich dazu!
Hier ist es für euch…

Wir brauchen für 4 Personen:

16 St Jacques Muscheln ( tiefgekühlt oder frisch), 4 schöne Muschelschalen ( oder flache Auflaufformen aus Keramik), 20 cl Weisswein, 4 Teelöffel Mehl, 4 Esslöffel Crème fraîche, 100 g Greyerzer, 15 g Butter, 1 Zitrone, 1 Schalotte, Schnittlauch

Préparation:

1. Etappe: Backofen auf 180 °C vorheizen

2. Etappe : Butter in einer Pfanne auslassen und die St Jacques darin bräunen.Wer es mag, kann sie etwas mit Mehl bestäuben

3. Etappe:eine Schalotte in der Butter glasig dünsten und mit dem Weisswein ablöschen. Crème fraîche einrühren, etwas Zitronensaft hinzugeben und den kleingehackten Schnittlauch . Die Sauce etwas ruhen lassen

4. Etappe: die Karotte in kleine Würfelchen  schneiden und in kochendem Wasser 2-3 Minuten garen

5. Etappe: in die Muschelschälchen 3 bis 4 Jakobsmuscheln geben, Möhren darüber, mit Pfeffer und Salz würzen. Dann die  Crème Sauce mit Schalotten darüber geben und mit geraspeltem Käse bestreuen.

6. und letzte Etappe: alles für ca 8 Minuten bei 200 °C in den Ofen schieben.

Geniesst es, und bon appétit!

Noch ein paar lobende Worte zur Jakobsmuschel:

Die großen Jakobsmuscheln mit ihrer schönen Kalkschale sind Kammmuscheln. Ihren Namen haben sie im Mittelalter bekommen: Die Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela benutzten die Muschelschalen zum Essen, zum Wasserschöpfen und auch zum Betteln. Jeder gute Fischhändler hat frische Jakobsmuscheln schon aus der Schale entnommen. man braucht also keinen Panzerknacker! Ansonsten ist die Tiefkühlware auch gar nicht so schlecht. Das weisse Fleisch der Muschel schmeckt butterweich und zart, leicht nussig und in keiner Weise nach Fisch. Neben dem weissen Fleisch leuchtet ein rotes, halbmondförmiges Gebilde, und weil es korallenrot ist, wird es „Corail“ genannt. Dies ist leicht kremig und der Rogen der Muschel. Man brät Jakobsmuscheln ganz einfach in Butter oder Olivenöl. Das Schöne ist, dass sie sich so herrlich karamellisieren lassen. Die Muschelschalen können ganz bedenkenlos in die Geschirrspülmaschine !

PS: Auch galt das Muschelfleisch immer schon als Aphrodisiakum und ist deshalb wirklich kein Gericht  für alle Tage!