Sonntag , 20 August 2017
Traumhaus in der Provence anschauen

Über den Dächern von Nizza

Nizza – Vom Licht so verwöhnt

Meine kleine Nizza Tour

Nizza ist eine Stadt der Widersprüche, eine extravagante, aufregende, junge und heitere Stadt. Jeder Besucher entdeckt sie auf seine Art: Ob Kunst, Radfahren, Baden, Shopping. Nizza lässt einfach keine Wünsche offen und mit seinen 400.000 Einwohnern ist es die fünftgrößte Stadt Frankreichs. Diese reizvolle Stadt an der Grenze zu Italien wechselte in der Vergangenheit schon mal häufiger den “ Besitzer“, aber seit dem 14. Juni 1860 gehört sie endlich zu Frankreich!

Nizza ist berühmt für seine Farben und besonders beeindruckend ist das Türkis und Blau an seiner Engelsbucht, der Baie des Anges an der berühmten Prachtstrasse, der Promenade des Anglais. Diese Promenade ist immer sehr elegant geschmückt und man hat sie einem Engländer zu verdanken, der 1820 auf eigene Kosten einen ganz schmalen Privatweg anlegen ließ. Zum Jahresbeginn ist der Carneval in Nizza immer der Auftakt zur neuen Saison. Viele Touristen zieht es dann hierher, weil sie die Annehmlichkeiten der Sonne im Winter kennen und bei milden Temperaturen oft schon im T-Shirt draussen sitzen und zum Beispiel Nizza Salat essen!

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Baie des Anges – Engelsbucht

Mein Lieblingsplatz ist der Cours Saleya und zwar immer montags. Deshalb, weil man auf dem wunderbaren Antikmarkt zwischen den ockerfarbenen, geradlinigen Barockfassaden stundenlang herumstöbern kann. Einen kleinen Café nimmt man im Touristen Getümmel im Café Flore auf dem Cours Saleya!Das muss mal sein…

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Cours Saleya in Nizza

An jedem anderen Tag findet hier der berühmte Blumenmarkt statt und im Winter wird er von den Mimosen dominiert. Wer in die Altstadt geht, holt sich natürlich ein Eis auf dem Place Rosetti bei Fenocchio für den ausgefallen Geschmack: Eis mit Rosmarin, Lavendel oder Tomatengeschmack. Man darf auch einen Blick in die Kathedrale St.Réparate werfen, sie ist gleich neben dem Eisladen und der mächtigste Sakralbau Alt-Nizzas aus dem 16. Jahrhundert! Der Innenraum ist der Peterskirche in Rom nachempfunden.

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Cathédrale Sainte Réparate in der Altstadt Place Rosetti

La colline du Château – der historische Schlossberg

Hier liegt der eigentliche Ursprung von Nizza. Auf dem Schlossberg, am Quai des Etats Unis, befanden sich zu Zeiten der antiken griechischen Stadt und später im Mittelalter eine Festung. Heute sind ein paar Mauerreste davon übrig. Es bietet sich von hier oben ein atemberaubender Blick über Nizza an. Dazu muss man ein paar Treppen hochlaufen, was ganz schön anstrengend werden kann. Für alle die keine Treppe mögen geht es bequem mit dem Fahrstuhl auf den Berg. Der Aufzug ist am Ende der Rue Rosetti zu finden. Der Hafen Port Olympia liegt unterhalb des Schlossberges ist der zweitgrößte Kreuzfahrthafen in Frankreich. Von hier geht es zum Beispiel nach Korsika!

Da war noch die  Sache mit der Kunst…

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Place Massena

Auf dem Massena Platz, das Schmückstück von Nizza, umsäumt von eleganten Gebäuden und Arkaden, die in dem berühmten Rot von Pompeij strahlen, genau da pulsiert das Leben. Im Umfeld der Strassenbahn wurden Kunstwerke aufgestellt und der Platz ist nun ein Freilichtmuseum! Die Skulpturen des spanischen Künstlers Jaume Plensa nennen sich “ Konversation à Nice“ und stellen die sieben Kontinente im Gespräch dar. Sie thronen in neun Meter Höhe  über dem Place Massena. Nachts leuchten sie sogar in wechselnden Farben. Der Künstler ist uns ja schon aus Antibes bekannt, da steht eine riesiger Metallkopf aus Buchstaben im Hafen.

Die Tête Carée, der viereckige Kopf auf dem Place Yves Klein des Bildhauers Sascha Sosno ist das Schlüsselsymbol der zeitgenössischen Architektur Nizzas. Dieses 30 Meter hohe und 14 Meter breite Skulpturenmonument ist der Öffentlichkeit aber nicht zugänglich, es beinhaltet die Büros der Stadtbibliothek.

… Museen und  Kirchen

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Eingang der Villa Masséna

Nizza zählt ca.20 städtische Museen und Galerien, zu denen eine große Anzahl privater Galerien und Ateliers hinzukommen. Da fällt einem die Wahl schon schwer: das Chagall und das Matisse Museum sind in Nizza unumgänglich. Wer es dann noch zur Villa Masséna wagt, schaut sich bestimmt auch das Hotel Negresco in unmittelbarer Nachbarschaft an .
Beide gehören zu den historischen Bauwerken der Stadt und sind architektonische Juwele an der Prachtstrasse Promenade des Anglais. Die Villa Masséna beherbergt ein Museum über die Stadtgeschichte Nizzas im 19.Jahrhundert und ich sage Euch, die 10 Euro Eintrittspreis lohnen sich!

Das Cimiez Viertel über den Hügeln von Nizza

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Museum Henri Matisse im Cimiez Viertel

Cimiez , die einstige Römerstadt lohnt einen Besuch. Zum einen entdeckt man Les Arènes, die Ruine des römischen Amphitheaters aus dem 3. Jahrhundert dass 6000 Menschen fassen konnte. Zum anderen lohnt sich das naheliegendende Matisse Museum.Es ist etwas oberhalb der Stadt im Cimiez Viertel in einer genuesischen Villa aus dem 17 Jahrhundert untergebracht und umringt von Olivenbäumen in den Gärten von Cimiez. Hier spielen die Einheimischen Boules oder besser gesagt Petanques.Im Sommer finden in den Gärten von Cimiez großartige Jazzkonzerte statt. Wer es bis hierher geschafft hat und alles gesehen hat, der hat sich eine leckere Tarte Tatin an dem Kiosk in dem Garten verdient! Die Tartes sind unwiderstehlich lecker!

Wer noch in Cimiez ist wirft auch einen Blick auf das ehemalige berühmte Hotel Regina, das in nur 18 Monaten für die englische Aristokratie und vor allem für die Königin Victoria gebaut wurde. Seine Majestätische Fassade steht für den Prunk der Belle Epoque. Heute sind es Privatwohnungen.Nizza_invitart_UG

Gut zu wissen : Das Cimiez Viertel auf den Hügeln verdankt seinen Namen den ungewöhnlich hohen Bäumen, die den Hügel bedeckten und der Legende nach mit ihren Wipfeln ( franz :Cimes) den Himmel berührten !

Das Monastère, Franziskanerkirche , Kloster und sein Rosengarten

Einfach herrlich! Die von den Benediktinermönchen erbaute Kirche entwickelte sich im 16.Jahrhundert als bekanntes Pilgerziel und man sollte im Innenraum drei Meisterwerke von Louis Bréas, ein naiver Maler aus Nizza, bewundern. Auf dem Friedhof des Klosters ruhen Raoul Dufy und Henri Matisse. In den Klostergärten wird man von wunderbaren Rosen verzaubert und last but not least mit einer sagenhaften Aussicht über den Dächern von Nizza!

Da fragt sich jetzt so mancher Frankophile warum es ihn immer nach Paris zieht, wenn er doch auch nach Nizza reisen kann!

Wer hat hier jetzt Fernweh?

Wer rechtzeitig bucht kann schon ab 33 Euro mit Eurowings von vielen deutschen Flughäfen nach Nizza fliegen

Meine Hotelempfehlung:  Das niedliche Anis Hotel  in Nizza, nur 600 m von der Promenade des Anglais und der Altstadt entfernt und vom Flughafen „ruck- zuck“ erreicht. Das Hotel hat eine deutsche Eigentümerin. Barbara ist unglaublich hilfsbereit und gibt euch viele gute Tipps für Nizza, das könnt ihr auf ihrer tollen Webseite sehen!

Meine Restauranttipps: Das Restaurant „L’Amour dans le Four“ im Anis Hotel bietet eine ursprüngliche Küche nach der lokalen und internationalen Tradition mit qualitativ hochwertigen Menüs an, die wöchentlich wechseln. Im Sommer kann man die Speisen im Garten geniessen!
50, Avenue de la Lanterne 06200 Nizza , Frankreich  Telefon +33 (0)4.93.18.29.00

La Merenda – 4, Rue Raoul Bosio – 06300 Nizza  Parking Corvesy – Palais de justice – Cours Saleya . Ein ganz kleines,typisch regionales Restaurant mit toller Küche! Aber aufgepasst: Hier gibt es kein Telefon und man kann auch nicht mit der Kreditkarte zahlen! Einfach herkommen, reservieren oder wiederkommen…

Mein Tipp für den kleinen Hunger zwischendurch: Maître Glacier Fenocchio

 

 

 

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